Archive for January, 2008

Die Minderheiten-Maus

Thursday, January 31st, 2008

Die Hoffnung, sie naht. Noch ist die Moldable Mouse nicht mehr als ein Designentwurf, doch glauben wir nur eine Sekunde an das Gute im Markt, wird sie mehr als rasch Realität werden.

Ganz nach individuellen Bedürfnissen lässt sich der Gewinner des red dot design awards in Form kneten: die mit einem Gemisch aus Nylon und Polyurethan überzogene Modelliermasse bietet auch linken, vierfingrigen, weiblichen und weiteren Minderheitenhänden Halt und Klickvergnügen. Einmal in Ergonomie gebracht, lassen sich die Tasten und das berührungssensitive Scrollpad dank RFID frei positionieren; einzig die Unterseite (Laseroptik und Batteriepart beherbergend) bleibt fix.

Hätte ich ein bisschen Kapital über, wäre es jetzt schon auf dem Weg zu den Genialen bei Lite-On. 40 Jahre haben die Gerätchen schon hinter sich, und außer Bling-Bling, Fernbeziehungen, Schüttelspielchen und Schenkelklopfern noch nichts erlebt. Und komme mir jetzt niemand mit angestrengten Wiederbelebungsversuchen à la Mund-zu-Maus-Beatmung. Style ist viel, aber längst nicht ausreichend. Da streichle ich doch lieber mein Touchpad. Oder lass es sein. So wirklich.

Open-Source-Köpfe

Thursday, January 31st, 2008

Unser nächster Videocast wird sich mit dem Thema Open Source beschäftigen – Linuxworld stellt derweil die ihrer Meinung nach “führenden Köpfe im Open-Source-Geschäft 2008″ vor, einem Markt, der laut einer IDC-Studie mit einer jährlichen Wachstumsrate von 26% für die kommenden fünf Jahre rechnen darf.

Was fehlt: Krawattenscanner

Wednesday, January 30th, 2008

Was ich mir immer für die CeBit gewünscht habe - vielleicht war es auch gar nicht ich, sondern Regular Gonzales, aber es heißt ja, wir wachsen demnächst sowieso alle zu einer Art Internetamöbe zusammen - also, was sich irgendeine Instanz unserer Kollektivpersönlichkeit schon lange wünscht, ist ein Krawattenscanner am Eingang. Nicht nur als Diktaturmaßnahme, sondern als echte Dienstleistung. Das Krawattenende wird in einen Schlitz eingeführt, die Krawatte wird zwanzig Zentimeter weit eingezogen, eingescannt, und lernfähige Algorithmen teilen dem Krawattenbesitzer Nützliches mit. Zum Beispiel, wie viele Besucher heute schon mit derselben Fisch- oder Klaviertastaturkrawatte eingelassen wurden, oder auch, in welchem Jahr man mit dieser Krawatte eine richtig gute Figur gemacht hätte (“1982“). Die Notwendigkeit, mal eine neue Krawatte zu kaufen, wird taktvoll in Form von Prozenten oder einem Farbcode ausgedrückt, also nicht etwa mit lautem Blinken und Hupen am Gerät. Mit etwas Umrüstung sollte man das Gerät bei anderen Veranstaltungen zur gleichmäßigeren Verteilung von Nerd-Shirt-Lasten einsetzen können (”Sorry, quota for ‘how many people can read hex if only dead people can read hex’ exceeded.”). Es wäre eventuell eine bessere Welt.

Barbie-Telefone

Tuesday, January 29th, 2008

Was tun Hersteller elektronischer Geräte, wenn die Marktforschung ihnen mitgeteilt hat, dass sie das Potential des Zielgruppensegments weiblicher Neukunden noch nicht zur Genüge ausgeschöpft haben, obwohl dort noch zweistellige Zuwachsraten möglich wären?

Richtig.

Sie malen ihre Produkte rosa an.

Enterprise 2.0 auf der CeBIT

Tuesday, January 29th, 2008

Meetings, die Zeitfresser überhaupt. Schleppende Entscheidungsprozesse. Löchrige Informationsketten. Überflüssige Dokumentenschieberei. Verborgene Wissensträger. Und Synergien. Struktureller Overhead, zwonulliger Underhead.

Gerade für mittlere und größere Unternehmen bergen webbasierte Softwarelösungen wie Wikis, Blogs sowie unzählige weitere schlanke Kollaborationstools noch anzuzapfendes Potenzial. Verbesserte Kommunikation und Interaktion spart Zeit wie Nerven und zahlt sich aus: in zufriedeneren Mitarbeitern, Innovationsvorsprung und barer Münze.

Der von der KongressMedia GmbH ausgerichtete Enterprise 2.0 Summit (4. März, Halle 8) nimmt sich genau dieser Thematik an. Vormittags sammeln sich die Keynotes unter dem Slogan »Informational Architectures & Collaborative Processes for Change & Innovation«, nachmittags unter »Building the next Generation of Informational Architectures« und »Emerging Processes for Mass Collaboration«. Promocodes sind hier erhältlich, die Tickets kosten dann 150€.

Ergänzend – oder alternativ – zum Summit findet am 9. März die »Enterprise 2.0 Open« statt, die sich am offenen Mitmach-Konzept der Barcamps orientiert. Zum dazugehörigen Blog bitte hier entlang.

Skyfire: mobiler Gecko-Browser mit Flash-Plugin

Tuesday, January 29th, 2008

Die schlechte Nachricht vorweg: Bislang ist Skyfire nur für die Schnittmenge aus US-Amerikanern und Nutzern von Windows Mobile (5 + 6) in einer frühen privaten Beta zu haben. Dennoch lohnt sich der Blick auf den Neueinsteiger, der als einer der ersten mobilen Browser die aus Firefox bekannte Rendering-Engine Gecko einsetzt und eingebettete Flash 9-, QuickTime- und Java-Inhalte wiedergeben kann.

Ähnlich wie Opera Mini bereitet Skyfire angefragte Webseiten auf den eigenen Servern für die mobile Darstellung vor und nimmt dem Mobiltelefon damit Arbeit ab. Zugleich sollte man sich bewusst sein, dass sämtliche Anfragen (inklusive Benutzernamen, Passwörtern, etc.) über Skyfire-Zwischenserver laufen und dort problemlos z.B. für Benutzerprofile herhalten können oder möglicherweise nicht sonderlich sicher gelagert sind.
Für die nächsten Monate ist eine Symbian-Version in Aussicht gestellt und internationale Beta-Tester sollen ebenfalls Zugang erhalten. Eventuell wird es zudem Versionen für Googles Android-Plattform und das iPhone geben, so Skyfire-Chef Nitin Bhandari gegenüber der Macworld. Seine Nützlichkeit wird Skyfire erst noch unter Beweis stellen müssen müssen, doch vielleicht beschleunigt seine reine Anwesenheit die Entwicklung von Mobile Firefox und des Flash-Plugins für MobileSafari auf iPhone und iPod touch zumindest etwas. Eine Videodemonstration des Browsers folgt nach dem Klick.

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Nokia bezieht Position mit dem Location Tagger

Monday, January 28th, 2008

Die ersten integrierten GPS-Module tummeln sich schon über ein dreiviertel Jahr in Nokias oberer Mobiltelefon-Riege (von der finnischen Firma gerne auch altbacken als “Multimedia Computer” tituliert), ein entscheidendes Stück Software wurde aber erst heute veröffentlicht.


Der Location Tagger (unvermeidliche Beta-Version) schreibt die eigene geografische Position zum Zeitpunkt der Aufnahme direkt in die EXIF-Daten des geknippsten Bildes. Dafür bedient sich die Software entweder des integrierten GPS-Moduls in den Nokia-Modellen N95, E90 sowie N82 oder liest die GPS-Koordinaten einer externen Bluetooth-GPS-Maus aus. Voraussetzung ist in jedem Fall ein Mobiltelefon mit S60 3rd Edition. Die Fähigkeit zum grundlegenden Geotagging soll künftig komplett integriert werden, vorerst ist aber der Location Tagger als alleinstehendes, im Hintergrund laufendes Programm noch vonnöten. Damit diese um ihre Örtlichkeit erweiterten Fotos direkt zu Flickr gelangen können, muss außerdem mit Share Online 3.0 eine weitere Nokia-Beta-Applikation eingesetzt werden. (via Nokia Beta Labs)

CeBIT-Blogs

Monday, January 28th, 2008

Da ich gerade auf diesen Trackback gestoßen bin, hier die Einladung an alle CeBIT-Blogs, in den Kommentaren schamlose Selbst-PR zu machen, wir werden dann eine Blogrolle daraus erstellen.

Laser-Tagging: Wenn die Sonne unter und das Herz aufgeht

Monday, January 28th, 2008


Foto: urban_data

Licht- und Schattenspiele sind großartig. Eine Kerze oder zumindest ein Feuerzeug sind meist zur Hand, und wenn die Kids vom Schlappohrhasen nicht begeistert sind, dann doch bestimmt von den anspruchsvolleren Figuren. Dumm nur, dass man selbst nicht wirklich lange vergleichbaren Enthusiasmus beim Fingerkrümmen verspürt. Ein Rucksack Technik mehr dagegen und die Problematik erübrigt sich.

Digitale Projektionen draußen in der Stadt sind nicht nur größer, viel größer, größergrößer – sondern obendrein noch bunt, bewegt und interaktiv.

Das Graffiti Research Lab (G.R.L.) entwickelt Tools wie den Laser Tag: einen Laserpointer, mit dem sich ganze Häuserfronten beschreiben lassen. (more…)

Videocast 01: aka-aki

Friday, January 25th, 2008

In der ersten Ausgabe unseres Videocasts haben wir Gabriel und Anja von aka-aki erklären lassen, was es mit dem mobilen Social Network auf sich hat. Video nach dem Klick.

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