Symbian OS, S60, UIQ und MOAP(S) wollen und sollen sich künftig zu einer gemeinsamen mobilen Plattform verbinden. Dies verkündeten Nokia, Sony Ericsson, Motorola und NTT DOCOMO heute in einer gemeinsamen, mit dem Marketingzauberwort “open” gespickten, Pressemeldung.
Im Verbund mit AT&T, LG, Samsung, STMicroelectronics, Texas Instruments und Vodafone soll die (non-profit) ‘Symbian Foundation’ gegründet werden, die für weitere Firmen offen steht und die zukünftige Plattform ihren Mitgliedern lizenzgebührenfrei zur Verfügung stellt.
Nokia wird dafür die ausstehenden Anteile an ‘Symbian Limited’ erwerben und die Symbian- wie S60-Software beisteuern. Daraus soll im Verbund mit den zugetragenen UIQ- und MOAP(S)-Technologien die neue vereinheitlichte Plattform mit einem gemeinsamen UI-Framework entstehen.
Nokia wappnet sich damit in erster Linie gegen Googles drohenden Android-Ansturm, der ebenfalls auf “offen” setzt. Sowohl Symbian wie Android sollen dadurch auf einer größtmöglichen Zahl an verschiedenen Mobiltelefonformen zu unterschiedlichen Preispunkten bei unzähligen Mobilfunkanbietern landen und werden damit das entscheidende Gegenmodell zum ebenso kontrollierten wie fokussierten Ansatz von Apple wie RIM bieten, die sich auf einige wenige Formfaktoren und das Zusammenspiel der eigenen Hard- und Software konzentrieren.
Falls sich Android und die neue Symbian-Plattform als leistungsfähige Smartphone-Betriebssysteme etablieren, wird insbesondere Microsoft zusehends damit zu kämpfen haben, Hardwareproduzenten weitere Lizenzzahlungen für Windows Mobile abzutrotzen.
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