Pheltup kauft Plurk? - Die verrückte Welt des Microblogging
Die verrückte Welt des Microblogging. Aber der Reihe nach:
Twitter ist gerade mal am Punkt, an dem etwas mehr Leute, als die Allesausprobierer erreicht werden. Zugleich wird der Dienst von massiven technischen Herausforderungen und in letzter Zeit gehäuft von Ausfällen der Plattform gebeutelt.
Die konversationssüchtigen User nutzen diese Downtimes zum Ausprobieren von Konkurrenten. Jaiku und Pownce und Boomloop hat man schon durch. Da kommt Plurk gerade recht und startet vor einigen Tagen erst mit dem etwas anderen Ansatz einer horizontalen Zeitleiste mit zugeordneten Kommentaren und Gruppenfunktionen. All das, was Twitter nicht hat, die Sache mit dem schnellen Lesen und Schreiben aber auch aufwändiger macht.
Und kaum ist der Plurk-Hype am Sonntag über den Atlantik, diesmal anscheinend von Deutschland nach Amerika, geschwappt, muss dort die Technik aufgestockt werden. Auf Friendfeed, das letzte Woche als der nächste Hype galt, wird nicht mehr nur über Twitter gejammert, sondern auch über Plurk gesprochen.
Und dann kommt Pheltup, eine Plattform die noch für einen engen Testerkreis streng geschlossen ist, und macht vor wenigen Stunden offenbar die Übernahme von Plurk bekannt. Und wo? Auf Twitter!
In den Blogs der beiden ist offiziell noch nichts vermeldet.
Das alles klingt turbobeschleunigt und selbstreferentieller als Blogging? Ja, das ist Microblogging!
[Update 6.6.8: Laut diesem Blogpost war das Fragezeichen in der Überschrift berechtigt, und der Tweet ein Hoax (wie, der Vollständigheit halber angemerkt, gerüchtehalber Pheltup selbst ein Fake-Startup ist.) ]
Tags: microblogging, pheltup, plurk, Twitter
gings dir danach besser? hört sich an wie aus der seele gesprochen und luft gemacht. ging mir zumindest so beim lesen. danke!
nene, es geht mir nach wie vor ganz gut, ich wollte nur einen überblick über die anhaltend atemlose entwicklung geben. gerne!
Dann sind wir im Endeffekt bei Twitter genau richtig. :-)
oh mein gott und ich habe grade erst angefangen zu twittern…
Oh, diese wundervollen neuen Möglichkeiten, die sich praktisch stündlich neu eröffnen! Ich hoffe allerdings, in paar Monaten/Jahren hat sich für jeden Zweck EIN Tool etabliert und die API/Mashups sind so gut, dass es keine Rolle mehr spielt ob ich etwas auf Flickr kommentiere, in Facebook twittere oder auf dem Desktop pounce. Und dann hätte ich gerne, dass mich jeder hört, den es interessiert und ich nicht dauernd Angst haben muß, dass meine Online-Relationships vom nächsten großen Ding gefährdet werden, bei dem ich nicht dabei bin.
@tilman sowas wie friendfeed, lifestream.fm, tumblr oder soup.io ist da doch schon nicht schlecht … zumindest für den zweiten wunsch.
@kosmar Klar, da geht schon viel. Aber insgesamt ist es doch ein großes Durcheinander, mit dem sich nur eine Minderheit auseinandersetzt. Und eine Menge Information geht im Getöse unter. Wenn sich Standards etabliert haben (im Design, in den sozialen Strukturen, in den Funktionen) wird das ganze erst richtig abheben und auch meine Mama twittern.
… twitter … das schöne gefühl konservativ zu sein