Dreizehn Prozent aller im zweiten Quartal 2008 in Europa, Mittleren Osten und Afrika verkauften Mobiltelefone seien Smartphones gewesen, führen die Marktforscher von Canalys in ihren jüngsten Zahlen aus. Der europäische Smartphone-Markt wuchs um fast 30% im Vergleich zum Vorjahresquartal und erlebte (nach Stückzahlen) das zweitgrößte Quartal bislang überhaupt.
Nokia dominiert den hiesigen Markt ungebrochen, doch das Wachstum der Finnen ist inzwischen begrenzt - entsprechend verliert der Marktführer weiterhin Anteile an RIM und HTC.
Auch Motorola und Samsung konnten ihren noch geringen Marktanteil auf jeweils leicht über 3% verdoppeln.

Nokia schrumpfte dementsprechend von knapp 80 auf gute 70% Marktanteil, RIM folgt mit großem Abstand auf Platz 2 (7,2%) und HTC verkaufte sieben Prozent der Smartphones von April bis Juni 2008.
Nach den Schätzungen von Canalys verfügen knapp 60% der Geräte über ein WLAN-Modul, bereits 38% über integriertes GPS und gerade 13% einen finger- oder stylusgesteuerten Touchscreen. Diese Zahlen dürften sich - neben den Marktanteilen - im laufenden dritten Quartal durch den breiten Europastart des iPhone 3G deutlich verschieben.
Nach zwei Umfragen unter Mobiltelefonnutzern ist die Akkulaufzeit weiterhin das am meisten Unzufriedenstellende des eigenen Telefons.
Eine höhere Akkulaufzeit würde außerdem Zweidrittel der Befragten den Kauf eines ‘Mobile Internet Devices’ eher erwägen lassen und ist damit ein stärkerer Kaufgrund als z.B. GPS, mobiles TV-”Vergnügen” oder andere hinzuaddierte Funktionen.