Webciety Area - der digitale Messestand


Das Hauptthema der CeBIT 2009 ist also Webciety (passend bei einem Partnerland Kalifornien). Da ist aber noch mehr: die Webciety Area nämlich, die das live auf der Messe verkörpern soll, was hinter dem Begriff Webciety steckt. Gut fünfzehn Jahre nach der Erfindung des Web laufen fast alle technischen und viele soziale Prozesse über und mit dem Internet ab - das Web ist die Gesellschaft. Beinahe jedenfalls. Neuentwicklungen, die uns bereichern, finden sich inzwischen zu einem guten Teil im Netz. Und relevante, technische Neuentwicklungen - früher sagte man Innovationen - sollen natürlich auf der CeBIT zu finden sein. Deshalb gibt es die Webciety Area mit einem ganz neuen, digitalen Messe- und Standkonzept, das sich speziell an Internetunternehmen richtet:

Die Webciety Area steht für eine ganze Menge Neuerungen: zu allererst nennen wir die Stände nicht mehr Stände, sondern Homebases, analog zu Homepage. Denn sie sind digital zu bespielen. Alles, was man braucht, um sich auf der Messe zu präsentieren, ist ein Laptop. Die Lichtstimmung, die Ton- und Film-Inhalte, die leuchtenden Flächen, die eigenen Logoabbildungen - das lässt sich damit digital ansteuern. Das ganze analoge Gerümpel wie eigene Möbel, Aufsteller oder ähnliches muss man nicht mehr mitbringen, man fährt nur mit dem Gerät auf die Messe, das man sowieso immer dabeihat.

Dazu sind die Homebases nicht mehr rechteckig, sondern wie Waben sechseckig und grenzen direkt aneinander. Etwas Lauffläche gehört zu jeder Homebase dazu, so dass man direkt von einer Homebase auf die nächste wechselt. Der Grund ist einfach: im Internet ist man ja auch nicht ewig von einer Seite zu einer anderen unterwegs, sondern immer entweder auf der einen oder auf der anderen. So soll es sich in der Webciety Area auch anfühlen. Damit sich der Bereich noch mehr nach Internet anfühlt als das Internet (Gag, von Monty Python geliehen), schwebt über den Köpfen eine netzartige Struktur, die natürlich auch digital mit allen Farben des Lichts zu bespielen ist.

Wer sich das von CE&CO und mir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Messe ausgedachte Konzept auch nach meinen blumigen Worten immer noch nicht vorstellen kann, dem seien die beiden folgenden Filmchen empfohlen, die Visualisierungen einer Homebase und der Webciety Area.



Mehr Informationen, auch zu allen möglichen Bestellvorgängen und dem im übrigen vierstelligen Preis finden sich unter webciety.de.

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9 Responses to “Webciety Area - der digitale Messestand”

  1. Sehr interessantes Konzept, das muss ich sagen. Gefällt mir sehr sehr gut. Informationen zum mitnehmen, was ist damit? Gibt es diese dann entweder auf den USB Stick oder abrufbar über W-Lan? Damit meine ich Broschüren, Flyer usw. Damit man sie auf der Heimreise dann in PDF oder sogar Filmform geniessen kann?

  2. Sascha Lobo

    @cashblog Das ist natürlich jedem Unternehmen selbst überlassen, was es an sein Publikum gibt, aber ich traue mich mal zu mutmassen, dass man mit Papierbroschüren nicht so irre fortschrittlich aussieht..
    Ansonsten gute Idee, ich schaue mal, ob wir ein allgemeines USB Stick Sponsoring hinbekommen ;)

  3. Nette Idee, die Aufteilung erscheint mir aber grade am Rand etwas Durcheinander. Mich würde folgendes interessieren:

    Wie können einen Kunden direkt finden (Standnummern)?
    Wie ist gewährleistet das sich Besucher nicht komplett verlaufen (ein bisschen ist ja beabsichtigt *g*)
    Wie werden die Logos dargestellt? TFT, Projektion? Was passiert wenn die Technik spinnt? Backup?

    Mir persönlich währe den Videos nach die Hemmschwelle zu hoch mich in das “Labyrinth” zu begeben um mir ein paar Webseiten anzuschauen.

  4. … wo stecke ich den USB-Stick nochmal rein? In mein Nokia? Oder Muss ich jetzt mit Laptop zur Messe, damit ich was lesen kann? ;]

    Ich hatte vor etwa 10 Jahren mal eine Einladung zu einer Messe bekommen. Man müsse keinen eigenen Stand mitbringen, heiß es, weil alle einen Einheitsstand bekommen, der dann “gebranded” wird - vorab, per eingeschicktem pdf.

    War spannend. Die DDR gab es zu dem Zeitpunkt ja nicht mehr. Für viele, die einzige Gelegenheit, einmal zu sehen, was “in der Platte leben” bedeutet.

    Aber: Coole Idee. Kommunistierter Kapitalismus. Hat was.

  5. Sascha Lobo

    Was die Technik angeht, wird es verschiedene Ausführungen geben und auch Varianten in der Darstellung. Eine ist natürlich die Projektion (die man in der Visualisierung sieht), eine andere sieht vor, das Logo auszudrucken und auf die Leuchtflächen aufzukleben.

    Die Visualisierung ist auch etwas dichter gesetzt als es dann vor Ort sein wird, ein “Irrgartengefühl” wird für normalklaustrophobisch Veranlagte eher nicht entstehen ;)

    Das Wort Einheitsstand trifft nicht so ganz, weil es den Fokus auf die analoge Möblierung setzt - das Interessante sind für mich die Inhalte, und die werden heute eben digital vermittelt.

    Die Idee, einen Stand, sorry, eine Homebase, digital zu bespielen, ist natürlich nicht brandneu, aber ich glaube tatsächlich, dass sich in diese Richtung endlich mehr bewegen muss. Also alles ins Digitale zu ziehen, was nicht niet- und nagelfest ist (ausser Wahlen).

  6. [...] und Co in dieser Sache unterstützen. Was das ist - ist sowohl auf der offiziellen Website, dem Posting von Sascha im 01Blog wie auch in meiner nachfolgend eingebundenen Präsentation zu lesen. Die Folien hatte ich für das [...]

  7. Hm interessantes Konzept…

  8. Sicherlich ein interessantes Konzept. Aber auf einer Messe geht es vorranging um Kontaktknüpfungen und da spielt eben der menschliche Faktor die entscheidende Rolle, nicht unbedingt was präsentiert wird und wie der virtuelle Messestand aussieht. Diese Ideen erregen immer Aufmerksamkeit, aber wie sich das Ganze entwickelt hat, sieht man sehr gut bei Onlineshops. Da gab es auch die Vorstellung, dass die 3D-Welt besser ankommen würde. Und was ist passiert? Die 2D-Shops haben sich durchgesetzt.

  9. Sehr gute Nachricht. Ich stimme Ihnen vollkommen zu.

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