Archive for March, 2009

1995: Bill Gates, DirectX und Doom

Tuesday, March 31st, 2009

Wenn das folgende Video eine Fälschung sein sollte, dann ist es eine sehr gute. Bill Gates preist Windows 95 und DirectX als ideale Basis für PC-Spiele - und zwar in einem Clip aus dem Spiel Doom, die Schrotflinte noch in der Hand. Zwischendurch kommt ein Doom-Character auf ihn zu, den er mit den Worten “Don’t interrupt me” etwas unbeholfen abschiesst. Etwas misstrauisch macht die schlechte Qualität zwar, weil Gates kaum zu erkennen ist. Aber der Zweifel trübt die pure 90er-Jahre-Schönheit der Idee kaum.

3D-Scanner von General Electrics

Friday, March 27th, 2009

Mir kommt es so vor, als begegne man immer häufiger den Technologien, die man aus Science Fiction-Filmen der 1990er Jahre kennt. Neulich bin ich in der Berliner Friedrichstrasse an einem Vodafone-Shop vorbeigefahren, in dem ein offenbar halbflexibler und fast foliendünner Flatscreen ans Fenster geklebt war. Von der android-Software enkin, die ein zartes, aber beeindruckendes Augmented Reality-Erlebnis bereithält, war hier schon mal die Rede. Und jetzt hat General Electrics einen 3D-Gepäck-Scanner vorgestellt, mit dem man nach belieben im 3D-visualisierten Koffer umherfahren kann. In etwa so, wie man sich in den Arztpraxen der Zukunft einen Live-Ultraschallfilm für die Patientenuntersuchung immer vorgestellt hat: der Doktor fliegt wie mit einem Flugsimulator per Joystick zwischen den Organen herum und sucht nach Gefahrenherden. Nur eben mit Koffern. Der Fortschritt läuft schnell, aber macht kleine Schritte.

(via Engadget)

Vom Verlust im Digitalen

Wednesday, March 25th, 2009

In den Anfangstagen der Digitalisierung hörte man oft die Wendung von der “verlustfreien Kopie” als wichtiges Kennzeichen des Digitalen. Das stimmt zwar theoretisch, praktisch jedoch kann die digitale Datenkompression einen erheblichen Qualitätsverlust bedeuten. Kompression aber ist notwendig und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben – schon weil die lokale Verarbeitung von Daten (noch) schneller funktioniert als die Übertragung. Wie extrem Kompression die Qualität verändern kann, zeigt äusserst anschaulich das folgende Video, das aus einem Foto vom Himmel besteht. Das Foto (ein jpeg) wurde 600 Mal komprimiert, dekomprimiert und dann mit einer etwas höheren Kompressionsrate wieder komprimiert. Eindrucksvoll.


Generation Loss from hadto on Vimeo.

Sixtus vs. Lobo - Musik im Netz

Sunday, March 22nd, 2009

Das Format Sixtus vs. Lobo hat bekanntlich in diesem Blog (und natürlich auf Twitter) seinen Ursprung. Jetzt wird es jede Woche zum Schluss von 3sat neues gesendet (ausser bei Spezialsendungen). Nicht nur, aber auch aus diesem Grund hier die neueste Folge zum Thema Musik im Netz.


Direktlink: Sixtus vs. Lobo – Musik im Netz

Alle Folgen stehen übrigens unter einer Creative Commons Lizenz, nämlich der CC-BY-NC-SA 3.0.

Der elektrische Reporter über den (User-)Wahlkampf im Netz

Friday, March 20th, 2009

Das spannendste Thema der Webciety in diesem Wahl-Jahr dürfte die Wechselwirkung von Netz, Politik und Kommunikation sein, im Jahr 1 nach Obama. Der elektrische Reporter hat sich gewohnt sehenswert und mit eindrucksvollem Experten- und Prominenzaufgebot dem Teilaspekt dessen angenommen, was als “User Generated Wahlkampf” bezeichnet werden könnte, wenn der Begriff nicht so seltsam wäre.


Elektrischer Reporter – Web-Kampagne: Wähler-generierter Wahlkampf

Netbook oder Notebook?

Tuesday, March 17th, 2009

The Register aus Großbritannien (mit dem schönen Untertitel “Biting the hand that feeds IT”) ist sowieso eine empfehlenswerte Adresse für Technologieinformationen - die Seite mit dem aggressiv dreinblickenden Vogel im Logo ist oft bösartig, ungerecht und unausgewogen, dafür aber sehr lustig und behält häufiger Recht, als es die IT-Branche sich wünscht. Das folgende unterhaltsame Flowchart hilft dem Nutzer zu unterscheiden, ob es sich bei einem Klapprechner um ein Notebook, ein Netbook, ein Ultra-Portable oder ein Ultrathin Whatever handelt. Die volle Grafik nach dem Klick:

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Trend zum Zweitscreen

Saturday, March 14th, 2009

In der Tat sind die Zeiten, in denen man mit nur einem Screen in einem Laptop zufrieden gewesen sein sollte, längst vorbei. Hier nun also jemand, der hinter das Apple-Logo einen zweiten Screen gebaut hat.

Nach nochmaligem Nachdenken ergeben sich für einen zweiten Screen auf der Rückseite eines Laptops durchaus einige sinnvolle Möglichkeiten - wenn er nicht unbedingt in Apfelform daherkommt. Nicht nur, dass inzwischen doch einige Funktionen - wie etwa Musikhören oder nachsehen, ob eine bestimmte neue Mail eingetroffen ist - sich so leichter handlen liessen. Es gilt nämlich auch beim Laptop, was ich vergangenes Jahr über Handys geschrieben habe: “Wie Twitter die Hardware verändern wird“.

Der sechste HiTech-Sinn

Wednesday, March 11th, 2009

Wir haben schon Ähnliches (bzw. genau dieses Experiment) hier im TechTrendCast besprochen, aber dieser Vortrag von der TED Conference stellt die “Augmented Reality”-Anwendung des MIT mit den Worten der Projektleiterin vor und erklärt, mit was für simplen Mitteln (im Wert von 350$) Technologie den Alltag grundlegend ändern könnte. Acht Minuten Zukunft der Webciety mit hohem Weiterspinnpotenzial folgen:

Gedanken am Tag nach der CeBIT

Monday, March 9th, 2009


Meine unterentwickelten Zeitablesefähigkeiten haben dazu geführt, dass ich den Vortrag von Clay Shirky auf der Webciety-Bühne verpasst habe. Meine Offenheit gegenüber implantierten Alertmechanismen ist daraufhin kurzfristig deutlich gestiegen (auf 7%). Am Samstag Abend habe ich mich mit jemandem unterhalten, der hohes Zukunftspotenzial sieht im Motto “Das Netz im Kopf” - nicht metaphorisch, sondern cyborgy gemeint. Ob das die richtige Richtung ist, vermag ich nicht zu sagen, ich bin noch zu sehr mit dem “Kopf im Netz”. Und wo wir gerade bei Körperteilen und Technologie sind:
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Letzte Gedanken zum Ende der CeBIT 2009

Sunday, March 8th, 2009

Die CeBIT 2009 neigt sich dem Ende entgegen, anstrengende Messetage hinterlassen ihre Markierungen an Füßen und Aufnahmezentrum, und so bleiben nur wenige Fragen, Bemerkungen, Beobachtungen und Wünsche:
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