Archive for the ‘Maschinen’ Category

Laserhaustier - Zini revisited

Saturday, August 8th, 2009

Das hier ist am Anfang etwas albern. Und es ist auch am Ende albern, ehrlich gesagt, aber dabei erinnert es an eine Mischung aus Laserhaustier und Zini, dem Wuslon. Menschen, die oberhalb 10.000 Hertz geräuschempfindlich sind sowie Hunde sollten den Clip ohne Ton ansehen.


Cool Laser Pattern Sound Test

The Exploding Internet

Tuesday, July 21st, 2009


2008 war ein gutes Jahr. Für das Internet jedenfalls, auch, wenn es explodierte. Im übertragenen Sinn. Was damit gemeint ist, erschliesst sich aus einer interessanten Grafik, die beim NewScientist veröffentlicht wurde. Die interessantesten Zahlen rasch zusammengefasst (auch, wenn sie eher als Anhaltspunkt taugen, nicht als verbindliche Statistiken):

• 76% aller Mails sind Spam
• 2008 waren 253 Mio. Chinesen online (entspr. 19%)
• angeblich wurde ein weltweiter E-Commerce Umsatz von 6,8 Billionen $ erzielt (entspr. 15% des globalen Bruttoinlandsprodukts)
• in Japan sind 74% aller Einwohner online (Deutschland: 64%)
• P2P-Dateientausch, macht 25% des Netztraffic aus, Voice over IP 3%
• 2008 jeden Tag wurden 210 Milliarden Mails verschickt

Eindrucksvolle Zahlen, wenn auch nicht genug betont werden kann, dass es sich dabei um Werte handelt, die viel mit Abschätzung und zu tun haben.

Roboterärzte

Friday, July 3rd, 2009

Ein bisschen ist die Zukunft ja dann doch genau so, wie man sie sich vorgestellt hat. Besonders schön ist das zu beobachten bei den Roboterärzten, bzw. Ärzterobotern, die in New England am Beverley Hospital eingesetzt werden. Natürlich ist das ein riesiger Fortschritt, wenn Spezialisten nicht durch die Gegend geflogen werden müssen und so wertvolle Zeit sparen. Aber dann ist auch wieder der fahrbare, leicht an “Nummer 5” erinnernde Roboter so wunderbar unbeholfen, dass einem die Tränen der Rührung in die Augen steigen. Bei der Gelegenheit könnte man mal untersuchen, ob eine gewisse Lächerlichkeit in diesem Kontext nicht sogar gesundheitsförderlich wirken können. Clowns in Kliniken sollen ja angeblich den Heilungsprozess beschleunigen.

Sixtus vs. Lobo: Technologie

Monday, April 27th, 2009

Technologie! Ist sie nicht wunderbar? Hat sie unser Leben nicht zum Positiven gewendet wie nichts davor? Hat sie nicht dafür gesorgt, dass wir unseren Alltag endlich auf die Geschwindigkeit beschleunigen konnten, auf der wir wegen des vielen Kaffees sowieso schon waren? Mario Sixtus in seiner granteligen, miesmacherischen Art findet das natürlich nicht - wohingegen ich in der neuen Folge von Sixtus vs. Lobo eine hmynische Anbetung der Technologie an sich formuliere. Und zwar in dem Satz “Technologie ist unsere goldene Flucht nach vorn!”. Denn so ist es doch - vergleichen Sie selbst.


Sixtus vs. Lobo – Technologie

Floppykonzert: Bohemian Rhapsody

Monday, April 20th, 2009

Eine wichtige Nachricht von heute war natürlich die Übernahme von Sun durch Oracle. Die mir Tränen der Rührung in die Augen treibende Neuigkeit aber war ein Videoclip auf Youtube. Die Älteren unter uns erinnern sich ja noch, dass Ende des letzten Jahrtausends die Tätigkeit am Rechner eine geräuschintensive Sache war. Vom Fiepsen des Modems angefangen über ratternde Drucker und Plotter bis zu brummenden Floppy Disks. Ein mutmaßliches Genie hat nun folgende “Instrumente” benutzt, um Queens Bohemian Rhapsody zu spielen:
Atari 800XL (Lead Piano / Orgel)
Texas Instruments TI-99/4a (Lead Gitarre)
8 Inch Floppy Disk (Bass)
3.5 inch Harddrive (Gong)
HP ScanJet 3C (Vocals)

Ein Wort nur: Famosest!

Google stellt ein: Klempner, Schlosser, Kranführer

Wednesday, April 8th, 2009

Das folgende Video eines der weltweit mehr als 35 Google-Rechenzentren zeigt - wie Marcel Weiss ausführt - nicht nur, wie schwierig es sein dürfte, im Suchmaschinenmarkt Google anzugreifen. Sondern auch, dass scheinbar rein digitale Firmen ab einer bestimmten Größenordnung ganz weltlich-analoge Bedürfnisse haben, die denen der Old Economy auf’s Haar gleichen.

Der sehr beeindruckende Clip lässt in den ersten drei Minuten keine Sekunde erkennen, dass es sich hier um eine Internetfirma handelt. Vielmehr würde man jede Wette eingehen, es handele sich um eine Fabrik etwa der chemischen Industrie. Man erwartet, dass ein Ingenieur von BASF aus der Deckung springt und mit einer Phiole eines seltenen Kohlenwasserstoffgemischs anfängt, über Hochdruckspritzgussverfahren zu dozieren. Auf die interessanten Folgen, die zugegeben bisher nur für Google und eine handvoll anderer Internetfirmen gelten, spiele ich in der Überschrift an: solche Werke lassen sich nur dem entsprechenden Fachpersonal betreiben. Google dürfte also Klempner, Schlosser und Kranführer beschäftigen (ob direkt oder indirekt, ist jetzt mal irrelevant). “Mein Vater ist Kranführer bei Google”, die Schulhofangeberei erhält vollkommen neue Dimensionen.

(via, via)

Was tut er, ein guter Router?

Tuesday, April 7th, 2009

Ich suche gerade einen Router, weil ich den Fehler gemacht habe, einen Apple-Router zu kaufen. Der verteilt meine 16 Mbit/s wie einer von diesen Drehkopf-Rasensprengern: alle paar Sekunden einen dicken Strahl, zwischendurch aber immer wieder unterbrochen. Das wirkt gerade bei Videoclips wie eine Mischung aus MTV auf Speed und einem langsamen Stroboskop.

Schön also, dass ich auf eine große Tabelle mit einem Routervergleich gestossen bin, und zwar im Blog von Martin Varsavsky. Der ist einer der Köpfe hinter FON, einer an sich sympathischen Firma, die WLAN über die Welt verteilen möchte mit den Mitteln des kollektiven Zugangs. Genauer gesagt funktioniert das über besondere FON-Router, die eine spezielle Form des Internet-Sharings ermöglichen. Insofern ist es vollkommen okay, wenn Martin Varsavsky auf seinem Blog Router vergleicht. Hier ist allerdings die Tabelle selbst.

MegaUpload-Funktion? Eingebautes Rapidshare? Mal abgesehen davon, dass diese beiden Unternehmen hauptsächlich davon leben, hässliche Werbung um großteils illegale Inhalte herumzubasteln - habe ich etwas verpasst, dass das die entscheidenen Kriterien für Router sind? Youtube-, Flickr-, Picasa-Uploader, wie kann man so tun, als wären das Kategorien, in denen man Router miteinander vergleicht? Es wundert mich sehr, dass da nicht steht “hellbeige Lüftungsschlitze” und dahinter ein grüner Haken. Es fehlt auch die Kategorie “Wie gut kann man einen Käseigel darauf servieren”. Unwichtige Routerfeatures wie Leistung und Reichweite sind dagegen konsequent weggelassen worden; der Übertragungsstandard - der FON-Router verfügt nur über 802.11G, zwei andere Router aber zusätzlich über 802.11N - wurde wertungsfrei mithineingemogelt, damit der FON-Router bloß überall ein grünes Häkchen hat, wunderschön ergänzt durch ein grünes “Coming Soon” am Schluss. Wovon der Routerkäufer heute ja nur mäßig viel hat. Insgesamt ist das also nicht im Ansatz eine Vergleichstabelle, sondern ein unzureichend getarnter Versuch, endlich in das schöne Blog “Bullshit Science” reinzukommen. Das sollte gelingen.

3D-Scanner von General Electrics

Friday, March 27th, 2009

Mir kommt es so vor, als begegne man immer häufiger den Technologien, die man aus Science Fiction-Filmen der 1990er Jahre kennt. Neulich bin ich in der Berliner Friedrichstrasse an einem Vodafone-Shop vorbeigefahren, in dem ein offenbar halbflexibler und fast foliendünner Flatscreen ans Fenster geklebt war. Von der android-Software enkin, die ein zartes, aber beeindruckendes Augmented Reality-Erlebnis bereithält, war hier schon mal die Rede. Und jetzt hat General Electrics einen 3D-Gepäck-Scanner vorgestellt, mit dem man nach belieben im 3D-visualisierten Koffer umherfahren kann. In etwa so, wie man sich in den Arztpraxen der Zukunft einen Live-Ultraschallfilm für die Patientenuntersuchung immer vorgestellt hat: der Doktor fliegt wie mit einem Flugsimulator per Joystick zwischen den Organen herum und sucht nach Gefahrenherden. Nur eben mit Koffern. Der Fortschritt läuft schnell, aber macht kleine Schritte.

(via Engadget)

Vom Verlust im Digitalen

Wednesday, March 25th, 2009

In den Anfangstagen der Digitalisierung hörte man oft die Wendung von der “verlustfreien Kopie” als wichtiges Kennzeichen des Digitalen. Das stimmt zwar theoretisch, praktisch jedoch kann die digitale Datenkompression einen erheblichen Qualitätsverlust bedeuten. Kompression aber ist notwendig und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben – schon weil die lokale Verarbeitung von Daten (noch) schneller funktioniert als die Übertragung. Wie extrem Kompression die Qualität verändern kann, zeigt äusserst anschaulich das folgende Video, das aus einem Foto vom Himmel besteht. Das Foto (ein jpeg) wurde 600 Mal komprimiert, dekomprimiert und dann mit einer etwas höheren Kompressionsrate wieder komprimiert. Eindrucksvoll.


Generation Loss from hadto on Vimeo.

Netbook oder Notebook?

Tuesday, March 17th, 2009

The Register aus Großbritannien (mit dem schönen Untertitel “Biting the hand that feeds IT”) ist sowieso eine empfehlenswerte Adresse für Technologieinformationen - die Seite mit dem aggressiv dreinblickenden Vogel im Logo ist oft bösartig, ungerecht und unausgewogen, dafür aber sehr lustig und behält häufiger Recht, als es die IT-Branche sich wünscht. Das folgende unterhaltsame Flowchart hilft dem Nutzer zu unterscheiden, ob es sich bei einem Klapprechner um ein Notebook, ein Netbook, ein Ultra-Portable oder ein Ultrathin Whatever handelt. Die volle Grafik nach dem Klick:

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