Kurze Umbaupause
Wednesday, September 30th, 2009Nicht wundern, hier findet eine kurze Umbaupause statt, mehr Anfang Oktober November hier an Ort und Stelle.
Nicht wundern, hier findet eine kurze Umbaupause statt, mehr Anfang Oktober November hier an Ort und Stelle.

2008 war ein gutes Jahr. Für das Internet jedenfalls, auch, wenn es explodierte. Im übertragenen Sinn. Was damit gemeint ist, erschliesst sich aus einer interessanten Grafik, die beim NewScientist veröffentlicht wurde. Die interessantesten Zahlen rasch zusammengefasst (auch, wenn sie eher als Anhaltspunkt taugen, nicht als verbindliche Statistiken):
• 76% aller Mails sind Spam
• 2008 waren 253 Mio. Chinesen online (entspr. 19%)
• angeblich wurde ein weltweiter E-Commerce Umsatz von 6,8 Billionen $ erzielt (entspr. 15% des globalen Bruttoinlandsprodukts)
• in Japan sind 74% aller Einwohner online (Deutschland: 64%)
• P2P-Dateientausch, macht 25% des Netztraffic aus, Voice over IP 3%
• 2008 jeden Tag wurden 210 Milliarden Mails verschickt
Eindrucksvolle Zahlen, wenn auch nicht genug betont werden kann, dass es sich dabei um Werte handelt, die viel mit Abschätzung und zu tun haben.
Ein bisschen ist die Zukunft ja dann doch genau so, wie man sie sich vorgestellt hat. Besonders schön ist das zu beobachten bei den Roboterärzten, bzw. Ärzterobotern, die in New England am Beverley Hospital eingesetzt werden. Natürlich ist das ein riesiger Fortschritt, wenn Spezialisten nicht durch die Gegend geflogen werden müssen und so wertvolle Zeit sparen. Aber dann ist auch wieder der fahrbare, leicht an “Nummer 5” erinnernde Roboter so wunderbar unbeholfen, dass einem die Tränen der Rührung in die Augen steigen. Bei der Gelegenheit könnte man mal untersuchen, ob eine gewisse Lächerlichkeit in diesem Kontext nicht sogar gesundheitsförderlich wirken können. Clowns in Kliniken sollen ja angeblich den Heilungsprozess beschleunigen.
3D auf dem Bildschirm - ein Thema, so alt wie Hugo Egon Balder (Schätzung). Sixtus und ich nehmen uns dieses Themas auf emotionale Art und Weise an, ohne uns allzustark durch Fakten verseuchen zu lassen. Und unser Argumentarium entwickelt durchaus Qualitäten. Während ich konkret (konkret!) aufzähle, wozu in Zukunft 3D-Interfaces benutzt werden werden, sticht Sixtus mit dem zugegeben nicht ganz abwegigen Punkt hervor, dass auf einem Flatscreen alles 3D der Welt immer nur Schein sein kann.
Nachdem ich das erste Google Phone von HTC gerade auch aufgrund der schlechten Verarbeitung kaum ertragen konnte, könnte das zweite Handtelefon auf Androidbasis einen Boden gut machen. Der folgende Vorstellungsfilm zeigt zu Anfang ein Feature, das mich besonders begeistert - nämlich Google Streeview in einer Version, die über die Bewegungssensoren des Telefons gesteuert werden können. Faszinierend. Famos. Und vom Konzept her angelehnt an Enkin. Denn es verwandelt das Handy in eine Art Schlüsselloch, durch das man die digitale Schicht sehen kann, die die Welt überzieht wie ein klebriger Schatten (Metapher nicht von mir).
Technologie! Ist sie nicht wunderbar? Hat sie unser Leben nicht zum Positiven gewendet wie nichts davor? Hat sie nicht dafür gesorgt, dass wir unseren Alltag endlich auf die Geschwindigkeit beschleunigen konnten, auf der wir wegen des vielen Kaffees sowieso schon waren? Mario Sixtus in seiner granteligen, miesmacherischen Art findet das natürlich nicht - wohingegen ich in der neuen Folge von Sixtus vs. Lobo eine hmynische Anbetung der Technologie an sich formuliere. Und zwar in dem Satz “Technologie ist unsere goldene Flucht nach vorn!”. Denn so ist es doch - vergleichen Sie selbst.
Ein neuer Elektrischer Reporter beglückt uns - und handelt vom nächsten oder übernächsten großen Ding, nämlich Mobile Communities. Ich selbst benutze seit einiger Zeit Google Latitude, bei dem man trotz aller Rudimentarität bereits spürt, wie enorm das Potenzial sein dürfte, wenn erst auch Funktionen eingefügt werden. An denen mangelt es nämlich noch, bisher spuckt Latitude nur die Positionsinformationen aus, wo freigeschaltete Freunde sich derzeit aufhalten. Aber was erzähle ich eigentlich den Clip nach, bzw. vor, einfach selbst ansehen:
Elektrischer Reporter – Mobile Communities: Unterwegs und unter Freunden
Mir kommt es so vor, als begegne man immer häufiger den Technologien, die man aus Science Fiction-Filmen der 1990er Jahre kennt. Neulich bin ich in der Berliner Friedrichstrasse an einem Vodafone-Shop vorbeigefahren, in dem ein offenbar halbflexibler und fast foliendünner Flatscreen ans Fenster geklebt war. Von der android-Software enkin, die ein zartes, aber beeindruckendes Augmented Reality-Erlebnis bereithält, war hier schon mal die Rede. Und jetzt hat General Electrics einen 3D-Gepäck-Scanner vorgestellt, mit dem man nach belieben im 3D-visualisierten Koffer umherfahren kann. In etwa so, wie man sich in den Arztpraxen der Zukunft einen Live-Ultraschallfilm für die Patientenuntersuchung immer vorgestellt hat: der Doktor fliegt wie mit einem Flugsimulator per Joystick zwischen den Organen herum und sucht nach Gefahrenherden. Nur eben mit Koffern. Der Fortschritt läuft schnell, aber macht kleine Schritte.
(via Engadget)
In der Tat sind die Zeiten, in denen man mit nur einem Screen in einem Laptop zufrieden gewesen sein sollte, längst vorbei. Hier nun also jemand, der hinter das Apple-Logo einen zweiten Screen gebaut hat.
Nach nochmaligem Nachdenken ergeben sich für einen zweiten Screen auf der Rückseite eines Laptops durchaus einige sinnvolle Möglichkeiten - wenn er nicht unbedingt in Apfelform daherkommt. Nicht nur, dass inzwischen doch einige Funktionen - wie etwa Musikhören oder nachsehen, ob eine bestimmte neue Mail eingetroffen ist - sich so leichter handlen liessen. Es gilt nämlich auch beim Laptop, was ich vergangenes Jahr über Handys geschrieben habe: “Wie Twitter die Hardware verändern wird“.
Wir haben schon Ähnliches (bzw. genau dieses Experiment) hier im TechTrendCast besprochen, aber dieser Vortrag von der TED Conference stellt die “Augmented Reality”-Anwendung des MIT mit den Worten der Projektleiterin vor und erklärt, mit was für simplen Mitteln (im Wert von 350$) Technologie den Alltag grundlegend ändern könnte. Acht Minuten Zukunft der Webciety mit hohem Weiterspinnpotenzial folgen: